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Zugvögel und ihre Navigation

Kurz: Zugvögel legen jedes Jahr oft tausende Kilometer zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten zurück. Für die Navigation nutzen sie mehrere Sinne gleichzeitig, darunter das Magnetfeld der Erde.

Genauer: Manche Arten wie die Küstenseeschwalbe fliegen jährlich von der Arktis bis in die Antarktis und zurück.

Im Detail

  • Magnetsinn: Spezielle Zellen oder Proteine ermöglichen Vögeln, das Erdmagnetfeld wahrzunehmen und sich daran zu orientieren.
  • Sternennavigation: Nachtziehende Arten orientieren sich teilweise am Sternenhimmel, besonders am Polarstern.
  • Sonnenkompass: Tagziehende Vögel nutzen den Stand der Sonne als zusätzlichen Orientierungspunkt.
  • Erlernte Landmarken: Küstenlinien, Flussläufe und Gebirgszüge dienen als visuelle Wegmarken, die junge Vögel teils von Artgenossen lernen.
  • Energiereserven: Vor dem Abflug fressen sich viele Arten Fettreserven an, die als Treibstoff für lange Nonstop-Strecken dienen.
  • Gefahren auf dem Zug: Lichtverschmutzung, Windkraftanlagen und Habitatverlust an Rastplätzen gefährden viele Zugvogelarten zunehmend.
  • Klimawandel: Veränderte Temperaturen verschieben Zugzeiten, was zu einer Diskrepanz zwischen Ankunft und Nahrungsverfügbarkeit führen kann (wale-und-delfine-grundlagen, lichtverschmutzung-und-ihre-folgen).