Regenwürmer und ihre Bedeutung für den Boden
Kurz: Regenwürmer lockern mit ihren Gängen den Boden und verbessern dessen Belüftung und Wasseraufnahme erheblich. Ihr Kot, der sogenannte Wurmhumus, zählt zu den nährstoffreichsten natürlichen Düngern.
Genauer: Beim Fressen von abgestorbenem Pflanzenmaterial und Erde zerkleinern und durchmischen Regenwürmer organische Stoffe mit mineralischem Boden, wodurch Nährstoffe pflanzenverfügbar werden.
Im Detail
- Gangsysteme: Die Röhren der Würmer schaffen Hohlräume, durch die Wasser, Luft und Pflanzenwurzeln leichter in den Boden eindringen können.
- Wurmhumus: Die Ausscheidungen der Würmer enthalten konzentrierte Nährstoffe und nützliche Mikroorganismen, die das Pflanzenwachstum fördern.
- Bodenstruktur: Durch ständiges Durchmischen oberer und tieferer Bodenschichten entsteht eine lockere, krümelige Struktur.
- Indikator für Bodengesundheit: Viele Regenwürmer in einem Boden gelten als Zeichen für gute Bodenqualität ohne Verdichtung oder Chemikalienbelastung.
- Fortpflanzung: Regenwürmer sind Zwitter, jedes Tier kann also sowohl Eier legen als auch Spermien produzieren.
- Gefährdungen: Pestizide, Bodenverdichtung durch schwere Maschinen und Trockenheit schaden Regenwurmpopulationen stark (bodenaufbau-und-humus).
- Förderung im Garten: Mulchen und der Verzicht auf chemische Dünger erhalten einen hohen Regenwurmbestand im eigenen Garten (mulchen-im-garten).