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Rabenvögel und ihre Intelligenz

Kurz: Zu den Rabenvögeln gehören unter anderem Kolkraben, Krähen, Dohlen, Elstern und Eichelhäher. Sie zählen zu den klügsten Tieren überhaupt und lösen in Versuchen Aufgaben, die man lange nur Menschenaffen zugetraut hat.

Genauer: Ihr Gehirn ist im Verhältnis zur Körpergröße groß und besonders dicht mit Nervenzellen gepackt. Obwohl Vogel- und Säugetiergehirne unterschiedlich aufgebaut sind, haben sich bei Rabenvögeln und Primaten ähnliche geistige Fähigkeiten unabhängig voneinander entwickelt.

Im Detail

  • Familie der Rabenvögel: Die Rabenvögel sind eine weltweit verbreitete Familie der Singvögel; der Kolkrabe ist ihr größter Vertreter in Europa (voegel-und-vogelzug).
  • Dichtes Gehirn: Im Vorderhirn von Rabenvögeln liegen auf kleinem Raum sehr viele Nervenzellen, was als eine Grundlage ihrer Denkleistungen gilt.
  • Werkzeuggebrauch: Neukaledonische Krähen formen aus Zweigen und Blättern Werkzeuge, etwa Haken, mit denen sie Insektenlarven aus Ritzen angeln.
  • Problemlösen: In Versuchen kombinieren Rabenvögel mehrere Schritte, um an Futter zu kommen, und manche planen dabei offenbar für die Zukunft.
  • Verstecke merken: Eichelhäher verstecken im Herbst große Mengen Eicheln und finden viele davon später wieder; vergessene Eicheln keimen und helfen so bei der Ausbreitung von Eichen (wald-aufbau-und-bedeutung).
  • Gesichter erkennen: Krähen können einzelne Menschen wiedererkennen und sich merken, wer ihnen gefährlich geworden ist.
  • Soziales Leben: Viele Rabenvögel leben in festen Paaren oder Gruppen, beobachten ihre Artgenossen genau und passen ihr Verhalten daran an, wer zusieht.
  • Spielen: Junge Raben und Krähen spielen auffallend viel, etwa mit Gegenständen oder im Flug, was beim Lernen helfen dürfte.
  • Unabhängige Entwicklung: Dass Rabenvögel, Menschenaffen und auch Kraken jeweils eigene Formen von Intelligenz entwickelt haben, ist ein Beispiel für konvergente Evolution (konvergente-evolution, kraken-und-ihre-intelligenz).