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Kraken und ihre Intelligenz

Kurz: Kraken (Oktopusse) gehören zu den intelligentesten wirbellosen Tieren der Welt. Sie lösen Rätsel, nutzen Werkzeuge und zeigen individuelle Persönlichkeiten – erstaunlich für Tiere ohne Wirbelsäule.

Genauer: Ihr Nervensystem ist einzigartig verteilt: Ein Großteil der Nervenzellen sitzt nicht im Gehirn, sondern in den Armen.

Im Detail

  • Verteiltes Nervensystem: Jeder der acht Arme kann teilweise selbstständig „denken“ und reagieren, auch ohne direkten Befehl vom zentralen Gehirn.
  • Werkzeuggebrauch: Manche Kraken sammeln Kokosnussschalen oder Muscheln, um sich darin zu verstecken oder zu schützen.
  • Farbwechsel: Spezielle Hautzellen (Chromatophoren) ermöglichen blitzschnellen Farb- und Mustertausch zur Tarnung oder Kommunikation.
  • Problemlösung: In Experimenten öffnen Kraken verschraubte Behälter, um an Futter zu kommen, und merken sich Lösungswege.
  • Kurzlebigkeit: Trotz ihrer Intelligenz leben die meisten Kraken nur ein bis zwei Jahre.
  • Tarnung und Flucht: Neben Farbwechsel nutzen Kraken Tintenwolken und extreme Verformbarkeit, um durch winzige Spalten zu entkommen.
  • Fehlendes soziales Lernen: Da Kraken meist einzeln leben und kurzlebig sind, geben sie Wissen kaum an Nachkommen weiter (wale-und-delfine-grundlagen, spinnentiere-und-ihre-rolle).