Fledermäuse: Grundlagen
Kurz: Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die zu aktivem Flug fähig sind, und nutzen zur Orientierung in der Dunkelheit ein ausgeklügeltes Echoortungssystem. Sie spielen eine wichtige ökologische Rolle als Insektenjäger und Bestäuber.
Genauer: Weltweit gibt es über 1.400 Fledermausarten, die etwa ein Fünftel aller Säugetierarten ausmachen.
Im Detail
- Flugfähigkeit: Die Flughaut zwischen den verlängerten Fingerknochen ermöglicht Fledermäusen echten, aktiven Flug statt nur Gleiten.
- Echoortung: Durch das Aussenden hochfrequenter Rufe und das Auswerten der Echos können Fledermäuse auch in völliger Dunkelheit präzise navigieren und Beute lokalisieren.
- Insektenvertilgung: Eine einzelne Fledermaus kann in einer Nacht hunderte bis tausende Insekten fressen und trägt damit zur natürlichen Schädlingsbekämpfung bei.
- Winterschlaf und Zug: Viele heimische Fledermausarten überwintern in Höhlen oder Kellern, während manche Arten lange Strecken in wärmere Regionen ziehen.
- Fortpflanzung: Fledermäuse bekommen meist nur ein Jungtier pro Jahr, das anfangs an der Mutter hängend getragen wird.
- Gefährdung: Lebensraumverlust, Pestizideinsatz und Störungen in Winterquartieren bedrohen viele Fledermausarten erheblich.
- Mythen und Fakten: Entgegen verbreiteter Vorstellungen sind Fledermäuse nicht blind, sondern verlassen sich auf eine Kombination aus Sehen und Echoortung (voegel-und-vogelzug, saeugetiere-ueberblick).