Haare: Aufbau und Wachstum
Kurz: Haare bestehen hauptsächlich aus dem Protein Keratin und wachsen in einem zyklischen Prozess, der sich über Jahre erstreckt. Pro Tag verliert ein Mensch normalerweise 50 bis 100 Haare, was Teil des natürlichen Wachstumszyklus ist.
Genauer: Jedes Haar durchläuft unabhängig von den anderen seine eigenen Wachstumsphasen, wodurch gleichzeitig verschiedene Haarzustände auf dem Kopf vorhanden sind.
Im Detail
- Wachstumsphase (Anagen): In dieser längsten Phase, die zwei bis sieben Jahre dauern kann, wächst das Haar aktiv etwa einen Zentimeter pro Monat.
- Übergangsphase (Katagen): In dieser kurzen Phase von etwa zwei bis drei Wochen stellt die Haarwurzel das Wachstum ein und bereitet sich auf die Ruhephase vor.
- Ruhephase (Telogen): Während dieser etwa drei Monate dauernden Phase bleibt das Haar inaktiv, bevor es schließlich ausfällt und ein neues Haar nachwächst.
- Haarfollikel: Die Haarwurzel in der Haut enthält Stammzellen, die für das kontinuierliche Nachwachsen der Haare verantwortlich sind.
- Haarfarbe: Die Pigmentzellen in der Haarwurzel produzieren Melanin, dessen Menge und Art die Haarfarbe bestimmt; mit zunehmendem Alter nimmt die Melaninproduktion oft ab.
- Einflussfaktoren: Genetik, Hormone, Ernährung und Stress beeinflussen sowohl die Wachstumsgeschwindigkeit als auch die Haardichte erheblich.
- Haarausfall: Übermäßiger Haarausfall über das normale Maß hinaus kann hormonelle, genetische oder gesundheitliche Ursachen haben und sollte ärztlich abgeklärt werden (haut-aufbau-und-funktionen, hormone-und-stoffwechsel).