Platons Höhlengleichnis
Kurz: Im Höhlengleichnis beschreibt Platon Menschen, die von Geburt an gefesselt in einer Höhle sitzen und Schatten an der Wand für die Wirklichkeit halten. Wer ins Licht tritt, erkennt die wahre Welt, aber die anderen glauben ihm nicht.
Genauer: Das Gleichnis steht in Platons „Der Staat“ (um 375 v. Chr.).
Im Detail
- Schatten: Sinnliche Eindrücke und Meinungen.
- Aufstieg: Der mühsame Weg zur Erkenntnis, symbolisiert durch das Licht der Sonne.
- Ideenlehre: Wahres Wissen richtet sich auf unveränderliche Ideen wie das Gute.
- Rückkehr: Der Erkennende soll den anderen helfen, stößt aber auf Widerstand.
- Bezug zu Sokrates: Platon zeigt, wie Philosophen unverstanden bleiben können (sokrates-und-die-sokratische-methode).
- Heute: Das Bild steht für Filterblasen, Medienkompetenz und Aufklärung.
- Deutung: Wie bei jedem Gleichnis gibt es unterschiedliche Auslegungen (erkenntnistheorie-wissen-und-glauben).