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Existenzialismus: Grundlagen

Kurz: Der Existenzialismus stellt die individuelle Existenz, Freiheit und Verantwortung des Menschen in den Mittelpunkt. Zentral ist die Idee, dass der Mensch seinem Leben erst durch eigene Entscheidungen einen Sinn gibt.

Genauer: Bekannte Vertreter sind Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus im 20. Jahrhundert.

Im Detail

  • “Existenz geht der Essenz voraus”: Sartres zentrale These, dass der Mensch keine vorgegebene Natur hat, sondern sich selbst erschafft.
  • Freiheit und Verantwortung: Mit der radikalen Freiheit des Menschen geht nach dieser Philosophie auch volle Verantwortung für die eigenen Entscheidungen einher.
  • Das Absurde: Camus beschreibt das Gefühl der Sinnlosigkeit angesichts einer Welt ohne vorgegebenen Zweck.
  • Angst und Verzweiflung: Existenzialistische Denker sehen diese Gefühle nicht als Defekt, sondern als Teil der ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Leben.
  • Authentizität: Ein zentrales Ideal ist, nach eigenen Werten zu leben statt sich von äußeren Erwartungen leiten zu lassen.
  • Religiöser vs. atheistischer Existenzialismus: Søren Kierkegaard vertrat eine religiöse Variante, Sartre eine atheistische.
  • Einfluss: Der Existenzialismus prägte Literatur, Psychologie und Popkultur weit über die Philosophie hinaus (was-ist-philosophie, stoizismus-gelassenheit-im-alltag).