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Krallenpflege bei Hund und Katze

Kurz: Bei vielen Hunden und Katzen nutzen sich die Krallen durch Laufen und Kratzen von selbst ausreichend ab. Werden sie zu lang, können sie Schmerzen, Fehlstellungen oder Verletzungen verursachen und sollten vorsichtig gekürzt werden.

Genauer: In jeder Kralle verläuft ein durchblutetes und mit Nerven versorgtes Gewebe, das nicht verletzt werden darf. Wer unsicher ist, lässt sich das Kürzen zuerst in der Tierarztpraxis zeigen.

Im Detail

  • Zu lange Krallen erkennen: Klackern auf hartem Boden, Krallen, die sich beim Stehen deutlich auf den Untergrund drücken, oder ein veränderter Gang können Hinweise sein.
  • Daumenkralle: Die Kralle an der Innenseite des Vorderbeins berührt den Boden nicht und kann deshalb besonders leicht zu lang werden oder einwachsen.
  • Das Leben der Kralle: Bei hellen Krallen ist der durchblutete Bereich oft rosa zu erkennen, bei dunklen nicht; dann nur winzige Stücke abnehmen.
  • Werkzeug: Eine spezielle Krallenzange oder -schere für Tiere verwenden; Nagelscheren für Menschen können die Kralle quetschen oder splittern lassen.
  • Ruhig gewöhnen: Pfoten regelmäßig und mit Belohnung anfassen, damit das Tier die Behandlung kennt, bevor sie nötig wird.
  • Kleine Blutung: Wird das Leben versehentlich getroffen, mit sauberem Tuch kurz Druck ausüben; hört die Blutung nicht auf, die Tierarztpraxis kontaktieren.
  • Katzen und Kratzen: Kratzbäume und Kratzbretter helfen beim natürlichen Abnutzen und sind wichtig für das Wohlbefinden; Wohnungskatzen und ältere Katzen brauchen häufiger Kontrolle.
  • Keine Amputation: Das operative Entfernen von Krallen ist in Deutschland tierschutzrechtlich verboten und schadet dem Tier.
  • Auffälligkeiten: Gespaltene, verfärbte oder entzündete Krallen sowie Lahmheit sollten tierärztlich abgeklärt werden (katzen-verhalten-verstehen, haustier-gesundheit-impfen-entwurmen-tierarzt).