Katzen zusammenführen
Kurz: Wer eine neue Katze zu einer bereits vorhandenen holt, sollte die Tiere schrittweise aneinander gewöhnen. Ein überstürztes Zusammensetzen führt oft zu Stress, Fauchen und dauerhaften Konflikten.
Genauer: Katzen sind territorial und orientieren sich stark an Gerüchen. Eine behutsame Zusammenführung über Tage oder Wochen gibt beiden Tieren Zeit, den Neuling als Teil des Reviers zu akzeptieren.
Im Detail
- Gesundheit zuerst: Die neue Katze sollte vor dem ersten Kontakt tierärztlich untersucht sein, damit keine ansteckenden Krankheiten oder Parasiten übertragen werden.
- Eigenes Zimmer: Der Neuling bekommt anfangs einen separaten Raum mit Futter, Wasser, Toilette, Kratzmöglichkeit und Versteck.
- Gerüche tauschen: Decken oder Spielzeug zwischen den Katzen austauschen, damit sie den fremden Geruch ohne direkten Kontakt kennenlernen.
- Sichtkontakt: Später können sich die Tiere durch ein Gitter oder einen Türspalt sehen, idealerweise verbunden mit etwas Positivem wie Futter.
- Kurze Begegnungen: Erste direkte Treffen sollten kurz und beaufsichtigt sein und beendet werden, bevor die Stimmung kippt.
- Ressourcen verdoppeln: Mehrere Futterstellen, Schlafplätze und Erhöhungen verringern Konkurrenz; als Faustregel wird oft eine Katzentoilette mehr als Katzen im Haushalt empfohlen.
- Normale Signale: Gelegentliches Fauchen oder Knurren in den ersten Tagen ist üblich; anhaltende ernsthafte Kämpfe sind dagegen ein Grund, wieder einen Schritt zurückzugehen.
- Passende Partner: Alter, Temperament und Aktivität sollten möglichst zusammenpassen; ein sehr verspieltes Jungtier kann eine ruhige ältere Katze überfordern.
- Hilfe holen: Bleiben Probleme über Wochen bestehen, können Tierarztpraxis oder Fachleute für Katzenverhalten weiterhelfen (katzen-verhalten-verstehen, katzenklo-und-katzensand-richtig-waehlen).