EMZETT.
Login

Spieltheorie: Grundlagen

Kurz: Die Spieltheorie untersucht, wie Menschen oder Unternehmen strategische Entscheidungen treffen, wenn das Ergebnis vom Verhalten anderer Beteiligter abhängt. Sie findet Anwendung in Wirtschaft, Politik, Biologie und vielen weiteren Bereichen.

Genauer: Im Gegensatz zu einfachen Optimierungsproblemen müssen Akteure in spieltheoretischen Situationen die möglichen Reaktionen anderer Akteure antizipieren.

Im Detail

  • Spieler und Strategien: Jedes “Spiel” besteht aus Teilnehmern, verfügbaren Handlungsoptionen und daraus resultierenden Auszahlungen für jede Kombination von Entscheidungen.
  • Gefangenendilemma: Dieses klassische Beispiel zeigt, wie individuell rationales Verhalten zu einem für alle Beteiligten schlechteren Ergebnis führen kann als gemeinsame Kooperation.
  • Nash-Gleichgewicht: Ein Zustand, in dem kein Spieler seine Strategie einseitig ändern würde, da jede Änderung das eigene Ergebnis verschlechtern würde.
  • Nullsummenspiele: Bei diesen Spielen entspricht der Gewinn eines Spielers exakt dem Verlust der anderen, wie bei vielen klassischen Brettspielen.
  • Kooperative versus nicht-kooperative Spiele: Manche Spieltheorie-Modelle erlauben bindende Absprachen zwischen Spielern, andere gehen von rein eigennützigem Verhalten aus.
  • Wiederholte Spiele: Bei wiederholter Interaktion können sich Kooperationsstrategien entwickeln, die in einmaligen Spielen nicht stabil wären.
  • Praktische Anwendungen: Von Preisverhandlungen über Auktionsdesign bis zu internationalen Klimaverhandlungen nutzt die Spieltheorie reale strategische Situationen zur Analyse (monopol-oligopol-und-wettbewerb, wahrscheinlichkeitsrechnung-grundlagen).