Kognitive Verzerrungen im Alltag
Kurz: Kognitive Verzerrungen sind systematische Denkfehler, die das Urteilsvermögen unbewusst beeinflussen. Sie entstehen, weil das Gehirn Abkürzungen nutzt, um schnell Entscheidungen zu treffen.
Genauer: Solche Denkmuster sind normal und betreffen jeden Menschen, nicht nur „unlogische“ Personen.
Im Detail
- Bestätigungsfehler: Informationen werden bevorzugt wahrgenommen, die die eigene Meinung stützen.
- Verfügbarkeitsheuristik: Leicht erinnerbare Beispiele werden als häufiger eingeschätzt als sie wirklich sind.
- Ankereffekt: Die erste genannte Zahl beeinflusst spätere Einschätzungen stark.
- Verlustaversion: Verluste wiegen psychologisch schwerer als gleich große Gewinne.
- Rückschaufehler: Nach einem Ereignis wirkt es im Rückblick vorhersehbarer, als es war.
- Gegenmaßnahmen: Bewusst gegenteilige Standpunkte suchen und Entscheidungen hinterfragen.
- Nutzen: Wissen über Verzerrungen hilft bei wichtigen Entscheidungen wie Geldanlagen (entscheidungen-treffen-psychologie).