Drehbuch schreiben: Grundlagen
Kurz: Ein Drehbuch ist die schriftliche Blaupause für einen Film, die Dialoge, Handlungsorte und grundlegende Kameraangaben in einem standardisierten Format festhält. Die typische Drei-Akt-Struktur bildet dabei das Grundgerüst der meisten Spielfilme.
Genauer: Eine Drehbuchseite entspricht erfahrungsgemäß etwa einer Minute Filmlaufzeit, was Drehbuchautoren hilft, die Gesamtlänge einzuschätzen.
Im Detail
- Drei-Akt-Struktur: Einführung, Konfrontation und Auflösung gliedern die Geschichte in klar erkennbare Abschnitte mit jeweils eigener dramatischer Funktion.
- Protagonist und Ziel: Eine klar definierte Hauptfigur mit einem erkennbaren Wunsch oder Ziel treibt die Handlung nach vorne und schafft Identifikation.
- Konflikt als Motor: Ohne Hindernisse oder Widerstände bleibt eine Geschichte spannungslos, weshalb Konflikte auf jeder Erzählebene wichtig sind.
- Show, don’t tell: Visuelles Erzählen durch Handlung und Bild wird gegenüber erklärenden Dialogen bevorzugt, da Film ein visuelles Medium ist.
- Szenenüberschriften: Standardisierte Angaben zu Ort, Tageszeit und Innen/Außen helfen der Produktion bei der Planung der Drehtage.
- Dialogökonomie: Realistische, aber knappe Dialoge vermeiden unnötige Erklärungen und lassen Raum für Subtext zwischen den Zeilen.
- Überarbeitung als Prozess: Erfolgreiche Drehbücher entstehen fast nie beim ersten Entwurf, sondern durch mehrfache, gezielte Überarbeitungsrunden (kamera-einstellungen-und-schnitt-im-film, bildkomposition-goldener-schnitt).