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Meerengen und Kanäle

Kurz: Meerengen sind natürliche schmale Wasserstraßen zwischen zwei Meeren, Kanäle sind künstlich gebaute Verbindungen. Beide verkürzen Seewege enorm und gehören zu den wichtigsten Nadelöhren des Welthandels.

Genauer: Weil sich an diesen Stellen viel Schiffsverkehr bündelt, haben sie große wirtschaftliche und strategische Bedeutung. Störungen, etwa durch Unfälle oder Sperrungen, können Lieferketten weltweit verzögern.

Im Detail

  • Straße von Gibraltar: Sie verbindet das Mittelmeer mit dem Atlantik und trennt an ihrer engsten Stelle Europa und Afrika nur um wenige Kilometer.
  • Bosporus und Dardanellen: Über diese Meerengen und das Marmarameer ist das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbunden; der Bosporus fließt mitten durch Istanbul.
  • Ärmelkanal: Die Meerenge zwischen England und Frankreich ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten; unter ihr verläuft seit 1994 der Eurotunnel.
  • Straße von Malakka: Sie liegt zwischen der Malaiischen Halbinsel und Sumatra und ist eine Hauptroute zwischen Indischem Ozean und Pazifik.
  • Straße von Hormus: Durch diese Meerenge zwischen Persischem Golf und Golf von Oman wird ein großer Teil des weltweit gehandelten Erdöls verschifft.
  • Suezkanal: Der 1869 eröffnete Kanal verbindet Mittelmeer und Rotes Meer ohne Schleusen und erspart die Fahrt um Afrika herum.
  • Panamakanal: Der 1914 eröffnete Kanal hebt Schiffe mit Schleusen über einen Stausee und verbindet Atlantik und Pazifik.
  • Nord-Ostsee-Kanal: Er verbindet Nordsee und Ostsee quer durch Schleswig-Holstein und zählt zu den meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt.
  • Beringstraße: Die Meerenge trennt Asien von Nordamerika; in der Eiszeit lag hier eine Landbrücke (welthandelsrouten-von-der-seidenstrasse-bis-heute, meere-und-meeresstroemungen, nordsee-ostsee-und-wattenmeer).