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Atolle und Korallenringe

Kurz: Atolle sind ringförmige Korallenriffe, die eine zentrale Lagune umschließen und meist über untergegangenen vulkanischen Inseln entstehen. Sie finden sich vor allem in tropischen Meeren wie dem Pazifik und Indischen Ozean.

Genauer: Charles Darwin entwickelte bereits im 19. Jahrhundert eine Theorie zur Atollentstehung, die bis heute weitgehend als korrekt gilt.

Im Detail

  • Darwins Theorie: Korallen wachsen zunächst um einen vulkanischen Inselkegel, der mit der Zeit im Meer versinkt, während das Riff mit dem steigenden Meeresspiegel mitwächst.
  • Lagune im Zentrum: Die ringförmige Riffstruktur umschließt eine meist ruhige, flache Lagune, die sich deutlich vom offenen Ozean unterscheidet.
  • Niedrige Landflächen: Die Landflächen von Atollen liegen oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, was sie besonders anfällig für steigende Meeresspiegel macht.
  • Biodiversität: Die geschützte Lagune bietet Lebensraum für zahlreiche Fischarten und Meeresorganismen, die im offenen Meer weniger Schutz fänden.
  • Bewohnte Atolle: Länder wie die Maldiven oder Kiribati bestehen größtenteils aus Atollen und sind daher besonders vom Klimawandel betroffen.
  • Süßwasserknappheit: Trotz der umgebenden Meeresmassen haben Atollbewohner oft nur begrenzten Zugang zu Süßwasser, da Regenwasser die Hauptquelle darstellt.
  • Erosionsrisiken: Stürme und steigende Meeresspiegel erodieren die ohnehin schmalen Landstreifen von Atollen zunehmend schneller (korallenriffe-und-ihre-bedeutung, inseln-und-archipele).