Beerensträucher pflanzen und pflegen
Kurz: Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren liefern schon im kleinen Garten jedes Jahr reichlich Obst. Sie sind meist robust, brauchen aber den passenden Schnitt.
Genauer: Die Arten unterscheiden sich vor allem darin, an welchem Holz sie Früchte tragen. Davon hängt ab, welche Triebe man wann zurückschneidet.
Im Detail
- Standort: Die meisten Beerensträucher mögen einen sonnigen bis halbschattigen Platz und humusreichen, lockeren Boden. In der Sonne werden die Früchte süßer.
- Pflanzzeit: Wurzelnackte Pflanzen setzt man am besten im Herbst oder zeitigen Frühjahr. Pflanzen im Topf können fast das ganze Jahr gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.
- Johannisbeeren: Nach der Ernte die ältesten Triebe bodennah entfernen, damit der Strauch sich mit jungen Trieben verjüngt.
- Stachelbeeren: Ähnlich wie Johannisbeeren auslichten. Mehltauresistente Sorten wählen, denn der Stachelbeermehltau ist eine häufige Pilzkrankheit.
- Sommerhimbeeren: Sie tragen an den Ruten des Vorjahres. Abgeerntete Ruten nach der Ernte bodennah abschneiden und die jungen Ruten stehen lassen.
- Herbsthimbeeren: Sie tragen an den diesjährigen Ruten. Alle Ruten werden im Spätwinter bodennah abgeschnitten, das ist besonders einfach.
- Brombeeren: Sie wachsen stark und brauchen ein Spalier. Die Ruten tragen im zweiten Jahr und werden danach entfernt. Dornenlose Sorten sind angenehmer zu pflegen.
- Heidelbeeren: Kulturheidelbeeren brauchen sauren, kalkarmen Boden. Am besten in Moorbeet- oder Rhododendronerde pflanzen und mit Regenwasser gießen.
- Pflege: Beerensträucher wurzeln flach. Mulchen hält den Boden feucht, und ein Netz schützt die reifen Früchte vor Vögeln (obstbaeume-pflanzen-und-schneiden, mulchen-im-garten, regenwasser-sammeln-und-nutzen).