Wasserschaden in der Wohnung: was tun?
Kurz: Bei einem Wasserschaden zählt jede Minute: Wasserzufuhr stoppen, Gefahren durch Strom vermeiden, den Schaden dokumentieren und Vermieter sowie Versicherung sofort informieren. So lassen sich Folgeschäden wie Schimmel begrenzen.
Genauer: Je nach Ursache und Art des Schadens sind unterschiedliche Versicherungen zuständig. Meist trägt die Gebäudeversicherung des Eigentümers Schäden am Gebäude, die Hausratversicherung des Mieters Schäden an dessen Einrichtung. Wer zahlt, hängt am Ende von Ursache, Verträgen und Einzelfall ab.
Im Detail
- Wasser stoppen: Das betroffene Ventil oder den Hauptabsperrhahn der Wohnung zudrehen. Es lohnt sich, schon vorher zu wissen, wo er sich befindet.
- Strom beachten: Kommt Wasser in die Nähe von Steckdosen oder Geräten, die entsprechende Sicherung abschalten. Nasse Elektrogeräte nicht berühren und nicht wieder einschalten.
- Melden: Vermieter oder Hausverwaltung unverzüglich informieren. Mieter sind verpflichtet, Schäden an der Mietsache anzuzeigen, und bei Wasser aus der Decke sollte man auch beim Nachbarn oben klingeln.
- Dokumentieren: Fotos und Videos vom Schaden, beschädigten Gegenständen und der vermuteten Ursache machen und Uhrzeit sowie Ablauf notieren.
- Schaden begrenzen: Wasser aufnehmen, Möbel und Wertsachen in Sicherheit bringen und lüften. Beschädigte Gegenstände erst nach Absprache mit der Versicherung entsorgen.
- Versicherungen: Für Wände, Böden und Leitungen ist meist die Wohngebäudeversicherung zuständig, für Möbel, Kleidung und Geräte die Hausratversicherung. Hat man den Schaden bei anderen verursacht, kann die Privathaftpflicht greifen.
- Trocknen: Durchnässte Wände und Estriche brauchen oft eine technische Trocknung durch eine Fachfirma, sonst droht Schimmel.
- Miete: Ist die Wohnung durch den Schaden erheblich beeinträchtigt, kann für die Dauer eine Mietminderung in Betracht kommen (mietminderung, richtig-lueften-und-schimmel-vermeiden, hausratversicherung).
- Vorbeugen: Schläuche von Wasch- und Spülmaschine regelmäßig prüfen, Geräte mit Auslaufschutz nutzen und bei längerer Abwesenheit die Zuläufe zudrehen.