Tsunamis: Entstehung und Gefahren
Kurz: Ein Tsunami ist eine Folge sehr langer Meereswellen, die entstehen, wenn große Wassermassen plötzlich verdrängt werden, meist durch ein Seebeben. An der Küste können sie verheerende Überflutungen auslösen.
Genauer: Anders als Windwellen bewegt ein Tsunami die gesamte Wassersäule vom Meeresboden bis zur Oberfläche. Im tiefen Ozean ist er kaum zu bemerken, doch im flachen Küstenwasser bremst er ab und türmt sich hoch auf.
Im Detail
- Ursachen: Die meisten Tsunamis entstehen durch starke Erdbeben unter dem Meer, bei denen sich der Meeresboden ruckartig hebt oder senkt. Auch Unterwasser-Erdrutsche, Vulkanausbrüche und sehr selten Meteoriteneinschläge können sie auslösen.
- Auf hoher See: Im offenen Ozean kann ein Tsunami so schnell wie ein Verkehrsflugzeug sein. Seine Höhe beträgt dort oft weniger als einen Meter, der Abstand zwischen zwei Wellenbergen dagegen viele Kilometer.
- An der Küste: Wird das Wasser flacher, verlangsamt sich die Welle, und ihre Energie drängt sich zusammen. Das Wasser steigt dann innerhalb von Minuten stark an und dringt weit ins Land vor.
- Warnzeichen: Oft zieht sich das Meer vor der ersten Welle ungewöhnlich weit zurück. Ein starkes, langes Erdbeben in Küstennähe ist ebenfalls ein Alarmsignal.
- Mehrere Wellen: Ein Tsunami besteht aus einer Serie von Wellen im Abstand von Minuten bis zu einer Stunde. Die erste ist nicht immer die größte.
- Bekannte Katastrophen: Der Tsunami im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 und der Tsunami in Japan im März 2011 forderten sehr viele Todesopfer.
- Frühwarnsysteme: Messbojen, Pegel und Erdbebenstationen erkennen Tsunamis und lösen Warnungen aus. Nach 2004 wurde auch für den Indischen Ozean ein solches System aufgebaut.
- Richtig handeln: Bei Warnung oder Warnzeichen sofort ins Landesinnere oder auf höher gelegenes Gelände gehen und erst nach Entwarnung zurückkehren.
- Hintergrund: Tsunamis hängen eng mit der Bewegung der Erdplatten zusammen (erdbeben-und-vulkane, plattentektonik, meere-und-meeresstroemungen).