Kuipergürtel und Zwergplaneten
Kurz: Der Kuipergürtel ist eine ringförmige Region jenseits der Neptunbahn, in der zahlreiche eisige Kleinkörper und mehrere Zwergplaneten kreisen. Pluto, einst als neunter Planet bekannt, ist das bekannteste Objekt dieser Region.
Genauer: 2006 wurde Pluto von der Internationalen Astronomischen Union zum Zwergplaneten umklassifiziert, da er die vollständige Definition eines Planeten nicht erfüllt.
Im Detail
- Zwergplanet-Definition: Ein Zwergplanet umkreist die Sonne und ist durch Eigengravitation annähernd rund, hat aber seine Umgebung nicht von anderen Objekten freigeräumt.
- Pluto: Mit etwa 2.400 Kilometern Durchmesser ist Pluto kleiner als der Erdmond und besitzt fünf bekannte Monde, darunter den großen Begleiter Charon.
- Weitere Zwergplaneten: Eris, Makemake und Haumea gehören ebenfalls zu den bekannten Objekten im Kuipergürtel.
- Zusammensetzung: Kuipergürtel-Objekte bestehen überwiegend aus gefrorenem Wasser, Methan und Ammoniak, ähnlich wie Kometenkerne (kometen-und-asteroiden).
- Entdeckung: Der Astronom Gerard Kuiper sagte diese Region bereits 1951 theoretisch voraus, lange bevor erste Objekte dort tatsächlich entdeckt wurden.
- New-Horizons-Mission: Die NASA-Sonde lieferte 2015 die ersten detaillierten Nahaufnahmen von Pluto und flog später an weiteren Kuipergürtel-Objekten vorbei.
- Abgrenzung zur Oortschen Wolke: Der Kuipergürtel liegt deutlich näher an der Sonne als die noch weiter entfernte Oortsche Wolke, aus der viele langperiodische Kometen stammen.