EMZETT.
Login

Erdachsenneigung und Präzession

Kurz: Die Erdachse ist um etwa 23,4 Grad gegenüber ihrer Umlaufbahn um die Sonne geneigt, was die Jahreszeiten verursacht. Zusätzlich beschreibt die Erdachse selbst über Jahrtausende eine langsame Kreiselbewegung, die Präzession genannt wird.

Genauer: Die Präzession entsteht durch die Gravitationskräfte von Sonne und Mond auf die leicht abgeflachte Erde, ähnlich wie bei einem taumelnden Kreisel.

Im Detail

  • Neigungswinkel: Die aktuelle Neigung von etwa 23,4 Grad schwankt über lange Zeiträume leicht zwischen rund 22,1 und 24,5 Grad.
  • Ursache der Jahreszeiten: Durch die Neigung erhalten Nord- und Südhalbkugel abwechselnd mehr oder weniger direktes Sonnenlicht (jahreszeiten-entstehung).
  • Präzessionszyklus: Eine volle Präzessionsbewegung der Erdachse dauert etwa 26.000 Jahre.
  • Polarstern-Wechsel: Wegen der Präzession zeigt die Erdachse nicht immer zum selben Stern; in rund 12.000 Jahren wird ein anderer Stern als Polarstern dienen.
  • Einfluss auf das Klima: Präzession und Neigungsschwankungen gehören zu den sogenannten Milanković-Zyklen, die langfristige Klimaveränderungen wie Eiszeiten mitbestimmen.
  • Tierkreiszeichen-Verschiebung: Die Präzession erklärt, warum die astrologischen Tierkreiszeichen nicht mehr genau mit den astronomischen Sternbildern übereinstimmen.
  • Beobachtung: Die Präzession ist so langsam, dass sie im menschlichen Zeitrahmen nicht direkt wahrnehmbar ist, aber durch Messungen eindeutig nachweisbar.