Geothermie: Grundlagen
Kurz: Geothermie nutzt die im Erdinneren gespeicherte Wärme zur Energiegewinnung, etwa für Heizung oder Stromerzeugung. Die Erdwärme ist nahezu unbegrenzt verfügbar und unabhängig von Wetter oder Tageszeit.
Genauer: Je tiefer man bohrt, desto höher steigt die Temperatur, im Durchschnitt um etwa 3 Grad pro 100 Meter.
Im Detail
- Oberflächennahe Geothermie: Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren in wenigen Metern Tiefe liefern Wärme für Wärmepumpen in Wohnhäusern.
- Tiefengeothermie: Bohrungen von mehreren Kilometern erschließen heißes Wasser oder Dampf, der direkt zur Stromerzeugung genutzt werden kann.
- Vulkanisch aktive Regionen: Länder wie Island nutzen die besonders hohen Temperaturen nahe der Oberfläche für einen Großteil ihrer Energieversorgung.
- Ganzjährige Verfügbarkeit: Im Gegensatz zu Sonne und Wind liefert Geothermie unabhängig von Wetter und Jahreszeit konstant Energie.
- Geringer Flächenbedarf: Geothermische Anlagen benötigen im Vergleich zu Solar- oder Windparks vergleichsweise wenig Platz an der Oberfläche.
- Risiken: Tiefenbohrungen können in seltenen Fällen kleinere Erdbeben auslösen, besonders in geologisch empfindlichen Gebieten.
- Hohe Anfangskosten: Die Erschließung, besonders bei Tiefenbohrungen, ist kostenintensiv, amortisiert sich aber durch niedrige Betriebskosten über Jahrzehnte (waermepumpe, solarzelle-funktionsweise).