Lernarten: überwacht, unüberwacht, verstärkend
Kurz: Es gibt drei Grundarten: Überwachtes Lernen (Beispiele mit richtiger Antwort), unüberwachtes Lernen (Muster ohne Antworten finden) und Verstärkungslernen (aus Belohnung lernen). Dazu kommen Mischformen wie selbstüberwachtes Lernen.
Genauer: Welche Art passt, hängt davon ab, welche Daten man hat und was man erreichen will.
Im Detail
- Überwacht: Eingabe + richtige Antwort (Label). Klassifikation (Spam ja/nein) und Regression (Hauspreis).
- Unüberwacht: Nur Eingaben. Clustering (Kundengruppen finden), Dimensionsreduktion (PCA), Anomalie-Erkennung.
- Selbstüberwacht: Die Antwort steckt in den Daten selbst. Sprachmodelle sagen das nächste Wort voraus, Bildmodelle rekonstruieren verdeckte Bildteile. Das macht riesige unmarkierte Datenmengen nutzbar.
- Verstärkungslernen: Ein Agent probiert Aktionen in einer Umgebung und bekommt Belohnungen. Beispiele: Spiele (AlphaGo), Robotersteuerung, Feinabstimmung von Chatbots (RLHF), siehe Verstärkungslernen (Reinforcement Learning).
- Halb-überwacht: Wenige Labels, viele ungelabelte Daten.
- Ablauf in der Praxis: Erst selbstüberwachtes Vortraining, dann überwachtes Nachtraining, dann Verstärkung mit Feedback.
Siehe auch: Was ist maschinelles Lernen?, Klassifikation und Regression