Empfehlungssysteme
Kurz: Empfehlungssysteme schlagen vor, was Nutzern gefallen könnte: Filme, Produkte, Videos, Beiträge. Sie lernen aus Verhalten (Klicks, Käufe, Sehdauer) und aus Eigenschaften der Inhalte.
Genauer: Das Ziel ist meist, Aufmerksamkeit oder Verkäufe zu maximieren. Das System sortiert Tausende Kandidaten in Millisekunden.
Im Detail
- Collaborative Filtering: „Nutzer wie du mochten …“. Eine Nutzer-Objekt-Tabelle wird in kleine Vektoren zerlegt (Matrixfaktorisierung), Nutzer und Objekte liegen im selben Raum.
- Inhaltsbasiert: Objekte mit ähnlichen Eigenschaften (Genre, Text-Embedding).
- Zwei-Stufen-System: Erst Kandidaten holen (Embedding-Suche, siehe Vektordatenbanken und Ähnlichkeitssuche), dann mit einem genauen Modell sortieren (Ranking).
- Kaltstart: Neue Nutzer oder Objekte haben keine Historie.
- Verstärkung des Gleichen: Filterblasen und Rückkopplungen, siehe Verzerrung, Fairness und Datenqualität.
- Messung: Klickrate, Verweildauer, A/B-Tests. Hohe Kennzahlen heißen nicht automatisch Nutzen für Menschen.
- Recht: Der Digital Services Act verlangt Transparenz und Optionen ohne Profiling bei großen Plattformen.
Siehe auch: k-Nearest-Neighbors, k-Means und Clustering, embedding-(vektordarstellung)