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NixOS und Gentoo: Systeme zum Selbstbauen

Kurz: NixOS beschreibt das ganze System in einer Konfigurationsdatei. Gentoo baut alle Programme aus dem Quellcode auf dem eigenen Rechner. Beide sind für Fortgeschrittene.

Genauer: Das Gemeinsame: maximale Kontrolle durch Konfiguration.

Im Detail

  • NixOS: Deklarativ. In configuration.nix steht, welche Pakete, Dienste und Nutzer es gibt. nixos-rebuild switch baut das System neu. Jede Generation bleibt als Boot-Eintrag erhalten (Rückkehr möglich). Pakete in /nix/store getrennt nach Hash, deshalb keine Abhängigkeitskonflikte. Flakes für Reproduzierbarkeit.
  • Nix außerhalb von NixOS: Auch als Paketmanager unter anderen Linux-Systemen und macOS nutzbar, nix-shell und nix develop erzeugen Entwicklungsumgebungen.
  • Gentoo: Portage-Paketsystem mit emerge, USE-Flags legen fest, welche Funktionen in ein Programm kompiliert werden. Lange Übersetzungszeiten, aber maßgeschneidert. Alternative: Binärpakete.
  • Lernwert: Gentoo lehrt, wie ein Linux-System zusammengesetzt ist, NixOS, wie sich Systeme reproduzierbar beschreiben lassen.
  • Nachteil: Steile Lernkurve, viel Dokumentation lesen.

Siehe auch: Unveränderliche Linux-Systeme (Immutable Distros), Software aus dem Quellcode bauen (make, CMake)