Linux-Versionen: Ubuntu, Debian, Fedora und Mint
Kurz: Jede große Distribution hat ein eigenes Versionsschema. Ubuntu nennt Versionen nach Jahr und Monat, Debian nach Zahl und Toy-Story-Codename, Fedora fortlaufend, Linux Mint nach Hauptnummern.
Genauer: Die Angaben unten zeigen das Schema und wichtige Beispiele. Genaue Daten und die aktuellste Version stehen auf den Projektseiten und ändern sich laufend.
Im Detail
- Ubuntu:
JJ.MM, zum Beispiel 24.04 (April 2024). Im April alle zwei Jahre eine LTS-Version: 20.04 Focal Fossa, 22.04 Jammy Jellyfish, 24.04 Noble Numbat, 26.04 Resolute Raccoon. Zwischenversionen im Oktober (und zwischen den LTS im April) werden nur etwa neun Monate unterstützt. - Debian: 10 Buster, 11 Bullseye, 12 Bookworm, 13 Trixie (2025), danach Forky. Namen stammen aus Toy Story. Dauer: etwa drei Jahre volle Pflege plus zwei Jahre LTS, dazu optional Extended LTS.
- Fedora: Fortlaufende Nummer, jedes halbe Jahr (Frühjahr und Herbst) eine neue, zum Beispiel 41, 42, 43. Jede Version wird rund 13 Monate unterstützt. Varianten: Workstation (GNOME), KDE Plasma Edition, Server, Silverblue.
- Linux Mint: Versionen wie 21.x (basiert auf Ubuntu 22.04) und 22.x (basiert auf Ubuntu 24.04), pro Basis mehrere Zwischenversionen. Editionen Cinnamon, MATE, Xfce. LMDE basiert auf Debian.
- Arch, Tumbleweed: Keine Versionen, nur Datumsstände.
- openSUSE Leap: Feste Version (z. B. 15.x, danach 16), Tumbleweed rollend.
- RHEL: Hauptversionen 8, 9, 10, bis zu zehn Jahre Unterstützung. Rocky und Alma folgen denselben Nummern.
- Wie finden:
cat /etc/os-release,lsb_release -a.
Siehe auch: Release-Modelle: Fixed, LTS und Rolling, Linux-Distributionen: Familienstammbaum