Floppy-Disk (Diskette)
Kurz: Die Floppy-Disk (Diskette) ist ein magnetischer, austauschbarer Datenträger aus einer dünnen, biegsamen Scheibe in einer Hülle. Sie war von den 1970ern bis in die 2000er der Standard zum Transportieren kleiner Datenmengen.
Genauer: Eine magnetisierbare Kunststoffscheibe dreht sich im Laufwerk, ein Schreib-Lese-Kopf magnetisiert Spuren und liest sie wieder. Der Name „floppy” (schlapp) stammt von den ersten, flexiblen 8-Zoll- und 5¼-Zoll-Scheiben. Die 3½-Zoll-Variante hatte schon eine feste Hülle.
Im Detail
| Format | Kapazität | Zeit |
|---|---|---|
| 8 Zoll | 80 – 250 KB | 1970er |
| 5¼ Zoll | 160 KB – 1,2 MB | 1976 – 1990er |
| 3½ Zoll DD | 720 KB | 1984 |
| 3½ Zoll HD | 1,44 MB | ab 1987, der Klassiker |
| Zip-Disk (verwandt) | 100 – 750 MB | 1990er |
Funktionsweise:
- Daten stehen auf konzentrischen Spuren (Tracks), geteilt in Sektoren (je 512 Byte).
- Der Kopf berührt die Scheibe direkt (anders als bei Festplatten), daher langsamer und verschleißanfälliger.
- Die Scheibe dreht mit ~300 U/min, Übertragung nur etwa 50 KB/s.
- Ein Schreibschutz-Schieber am Rand verhindert Überschreiben.
Probleme: Geringe Größe (ein Foto passt kaum drauf), Empfindlichkeit gegen Magnetfelder, Staub und Hitze, hohe Ausfallquote.
Verdrängt durch: CD-R, USB-Sticks, Netzwerk und Cloud. Die letzten PCs hatten um 2005 noch ein Diskettenlaufwerk. Sony stellte die Produktion 2011 ein.
Was bleibt: Das Speichern-Symbol in vielen Programmen. In virtuellen Maschinen (Disk-Image .img) und Retro-Computing. Die 1,44 MB sind das Standardmaß für „winzige Dateien” und ein klassischer Vergleich in Aufgaben (ein Foto von heute ist größer als 3 Disketten).
Siehe auch: Festplatten, HDD: Aufbau und Funktionsweise, NAND-Flash