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CISC und RISC

Kurz: CISC-Prozessoren haben viele, teils komplexe Befehle, RISC-Prozessoren wenige, einfache und gleichförmige. Heute verschwimmt der Unterschied.

Genauer: x86 (Intel, AMD) gilt als CISC, ARM und RISC-V als RISC. Moderne x86-Chips zerlegen ihre Befehle intern in RISC-ähnliche Mikro-Operationen.

Im Detail

  • CISC („Complex Instruction Set Computer”): Ein Befehl kann Speicher lesen, rechnen und zurückschreiben. Vorteil: kompakter Code. Nachteil: aufwendiger Decoder, variable Befehlslänge.
  • RISC („Reduced Instruction Set Computer”): Nur Laden und Speichern greifen auf den Speicher zu (Load/Store-Architektur), Befehle haben meist feste Länge. Vorteil: einfaches Pipelining, sparsamer.
  • Heute: x86 dekodiert in Mikro-Operationen, ARM-Kerne wachsen um viele Spezialbefehle. Entscheidend sind Implementierung, Fertigung und Software, nicht die Etikette.
  • Folge: ARM dominiert Handys und kommt auf Laptops und Server. x86 hält Desktop und Server-Bestand.
  • Software: Programme sind je Befehlssatz zu übersetzen. Emulation und Binärübersetzung (Rosetta) überbrücken Lücken.

Siehe auch: CPU-Aufbau