Ada Lovelace und das erste Programm
Kurz: Ada Lovelace schrieb 1843 für Charles Babbages geplante Analytical Engine einen Algorithmus und gilt deshalb als erste Programmiererin.
Genauer: Augusta Ada King, Countess of Lovelace (1815–1852), war Mathematikerin und Tochter des Dichters Lord Byron. Ihre Mutter förderte ihre mathematische Ausbildung. 1833 lernte sie den Erfinder Charles Babbage kennen, der an mechanischen Rechenmaschinen arbeitete.
Im Detail
Die Analytical Engine
Babbage entwarf die Analytical Engine, eine mechanische, universell programmierbare Maschine mit Rechenwerk („Mill“), Speicher („Store“) und Lochkarten für Programme (nach dem Vorbild von Jacquard-Webstühlen). Sie wurde nie fertiggebaut, ihr Konzept ähnelt aber modernen Computern.
Die Notizen von 1843
Ada übersetzte einen Artikel des Italieners Luigi Menabrea über die Maschine und ergänzte umfangreiche Anmerkungen, länger als der Text selbst. In Note G beschrieb sie ein Verfahren zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen mit der Maschine, eine Schrittfolge mit Schleifen, die oft als erstes Computerprogramm bezeichnet wird. Sie erkannte außerdem, dass eine solche Maschine nicht nur Zahlen, sondern beliebige Symbole, etwa Musik, verarbeiten könnte.
Einordnung und Erbe
Historiker streiten, wie viel der Ideen von ihr selbst und wie viel von Babbage stammen; klar ist, dass sie das Potenzial über das reine Rechnen hinaus früh beschrieb. Sie betonte auch, die Maschine könne nichts „originär schaffen“, sondern nur ausführen, was man ihr befiehlt, ein Gedanke, der in der KI-Debatte bis heute zitiert wird („Lovelace-Einwand“). Die Programmiersprache Ada und der Ada Lovelace Day (zweiter Dienstag im Oktober) erinnern an sie.
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Weitere frühe Pionierinnen und Pioniere: Grace Hopper (Compiler, COBOL), Alan Turing, Konrad Zuse, Margaret Hamilton (Apollo-Software), Katherine Johnson. Die Geschichte der Informatik wurde lange von Frauen mitgeprägt, auch wenn sie oft übersehen wurden.
Siehe auch: Geschichte der KI