Geschichte der KI: Von Turing bis zu Sprachmodellen
Kurz: KI ist seit den 1950er Jahren ein Forschungsfeld mit Aufschwüngen und Rückschlägen („KI-Winter“). Der heutige Durchbruch beruht auf drei Dingen: viele Daten, Grafikkarten und die Transformer-Architektur.
Genauer: Die Ideen sind alt, aber erst genug Daten und Rechenleistung machten sie praktisch nutzbar.
Im Detail
- 1950: Alan Turing stellt die Frage „Können Maschinen denken?“ (Turing-Test).
- 1956: Dartmouth-Konferenz, der Begriff „Artificial Intelligence“.
- 1958: Perceptron von Frank Rosenblatt, ein einzelnes lernendes Neuron.
- 1970er/80er: Regelbasierte Expertensysteme, dann erster KI-Winter (Erwartungen zu hoch).
- 1986: Backpropagation wird bekannt (Rumelhart, Hinton, Williams).
- 1997: Deep Blue schlägt Schachweltmeister Kasparow. LSTM wird vorgestellt.
- 2012: AlexNet gewinnt ImageNet mit GPUs, Beginn des Deep-Learning-Booms.
- 2013: Word2Vec. 2014: GANs, Seq2Seq mit Attention.
- 2016: AlphaGo schlägt Lee Sedol.
- 2017: „Attention Is All You Need“, die Transformer-Architektur.
- 2018–2020: BERT, GPT-2, GPT-3 (175 Mrd. Parameter), Skalierungsgesetze.
- 2022: Diffusionsmodelle (Stable Diffusion, DALL·E 2), ChatGPT macht KI massentauglich.
- 2023–2025: Offene Modelle (Llama), Multimodalität, Reasoning-Modelle, Agenten, EU AI Act.
- 2024: Nobelpreise für Hinton/Hopfield (Physik) und Hassabis/Jumper (Chemie, AlphaFold).
Siehe auch: Wie KI funktioniert: Überblick und Landkarte, transformer-architektur