Zero Trust
Kurz: Zero Trust heißt: „Niemals blind vertrauen, immer prüfen.“ Weder ein Gerät noch ein Nutzer gilt als vertrauenswürdig, nur weil er im Firmennetz sitzt. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft.
Genauer: Das klassische Burg-und-Graben-Modell vertraut allem innerhalb des Netzes. Kommt ein Angreifer hinein, bewegt er sich frei. Bei Zero Trust werden Identität, Gerätezustand und Kontext bei jedem Zugriff geprüft, und Rechte sind minimal.
Im Detail
- Prinzipien: Explizit prüfen, geringste Rechte, Annahme „Einbruch hat schon stattgefunden“.
- Identität im Zentrum: Starke Authentisierung (MFA, Passkeys), Single Sign-on.
- Gerätezustand: Verwaltete, aktuelle, verschlüsselte Geräte.
- Mikrosegmentierung: Kleine Netzbereiche, laterale Bewegung wird erschwert.
- Mutual TLS: Beide Seiten weisen sich per Zertifikat aus (Service-Mesh).
- Kontinuierliche Prüfung: Zugriff kann sich ändern, wenn sich Risiko ändert.
- Protokollierung und Erkennung: Alles wird erfasst und ausgewertet.
- Statt VPN: Zugriff auf einzelne Anwendungen statt ganzes Netz.
Siehe auch: Threat Modeling mit STRIDE, TLS-Handshake im Detail