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Threat Modeling mit STRIDE

Kurz: Threat Modeling sucht systematisch nach Bedrohungen, bevor etwas gebaut oder ausgeliefert wird. STRIDE ist ein Merkschema mit sechs Bedrohungsarten.

Genauer: Man zeichnet das System als Datenflussdiagramm (Akteure, Prozesse, Speicher, Datenflüsse, Vertrauensgrenzen) und fragt an jeder Stelle: Was kann schiefgehen? Danach bewertet man Risiken und plant Gegenmaßnahmen. Früh entdeckte Lücken sind viel billiger zu beheben.

Im Detail

  • S – Spoofing: Identität vortäuschen. Gegenmittel: Authentisierung.
  • T – Tampering: Daten verändern. Gegenmittel: Integrität, Signaturen.
  • R – Repudiation: Handlung abstreiten. Gegenmittel: Protokollierung, Nichtabstreitbarkeit.
  • I – Information Disclosure: Daten offenlegen. Gegenmittel: Verschlüsselung, Zugriffskontrolle.
  • D – Denial of Service: Dienst lahmlegen. Gegenmittel: Rate-Limits, Redundanz.
  • E – Elevation of Privilege: Mehr Rechte erlangen. Gegenmittel: Least Privilege, Eingabeprüfung.
  • Vertrauensgrenzen: Wo Daten die Kontrolle wechseln (Internet → Server, Server → Datenbank) entstehen die meisten Risiken.
  • Alternativen: PASTA, Angriffsbäume, LINDDUN (Datenschutz).

Siehe auch: OWASP Top 10, Zero Trust