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Anycast und Lastverteilung im Netz

Kurz: Bei Anycast hat dieselbe IP-Adresse viele Server an verschiedenen Orten. Das Routing leitet Anfragen automatisch zum nächstgelegenen. Das senkt Latenz und fängt Angriffe auf.

Genauer: Mehrere Standorte kündigen per BGP dieselbe Adresse an. Router wählen für jeden Absender den „nächsten“ Pfad. Fällt ein Standort aus, nimmt er seine Ankündigung zurück, und der Verkehr wandert zu den übrigen. Öffentliche DNS-Dienste (z. B. 1.1.1.1, 8.8.8.8) und CDNs nutzen es.

Im Detail

  • Vorteile: Geringere Latenz, eingebaute Ausfallsicherheit, DDoS-Verkehr verteilt sich auf viele Standorte.
  • Nachteil: Lange TCP-Verbindungen können mitten drin den Standort wechseln, wenn sich Routen ändern. Daher oft für zustandsarme Dienste (DNS, UDP, kurze HTTP-Anfragen).
  • Unicast/Multicast/Broadcast/Anycast: Eins-zu-eins, eins-zu-gruppe, eins-zu-alle, eins-zu-nächstem.
  • Lastverteiler: Innerhalb eines Standorts verteilen Layer-4/7-Balancer weiter.
  • GeoDNS: Alternative, die per Antwort auf DNS-Anfragen lenkt.

Siehe auch: BGP und Routing im Internet, CDN (Content Delivery Network)