ETF und Sparplan: Vermögensaufbau für Einsteiger
Kurz: Ein ETF bildet einen Börsenindex nach und streut das Geld auf viele Unternehmen; ein Sparplan investiert regelmäßig kleine Beträge, was Einstieg und Risikoverteilung erleichtert.
Genauer: Geld auf dem Konto verliert durch Inflation an Wert. Anlage am Kapitalmarkt kann langfristig mehr bringen, bringt aber Schwankungen und Verlustrisiko mit sich. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung, sondern erklärt Grundbegriffe. Beträge und Regeln ändern sich; prüfe den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.
Im Detail
Was ist ein ETF?
Ein Exchange Traded Fund ist ein börsengehandelter Fonds, der meist einen Index (zum Beispiel MSCI World, DAX) abbildet. Mit einem Anteil besitzt man indirekt Anteile an Hunderten oder Tausenden Unternehmen (Streuung). Er ist günstiger als aktiv gemanagte Fonds, weil kein Manager auswählt. Die laufenden Kosten (TER) liegen oft bei 0,1 bis 0,5 % im Jahr.
Sparplan und Cost-Average-Effekt
Ein Sparplan kauft jeden Monat für einen festen Betrag (ab etwa 1 bis 25 Euro möglich). Bei niedrigen Kursen bekommt man mehr Anteile, bei hohen weniger, das glättet den Einstiegspreis (Durchschnittskosteneffekt). Es braucht ein Depot bei einer Bank oder einem Broker. Minderjährige brauchen für Depot und Verträge die Zustimmung der Eltern.
Risiken und Realismus
- Kurse schwanken stark; Verluste von 20 bis 50 % in Krisen sind möglich. Erst nach Jahren erholt sich der Markt, und das ist nicht garantiert.
- Anlagehorizont: Aktien-ETFs eignen sich für Geld, das man mindestens 10 Jahre nicht braucht.
- Notgroschen zuerst, kein Geld einsetzen, das man bald braucht.
- Kosten und Steuern (Abgeltungsteuer, Sparerpauschbetrag, Vorabpauschale) beachten.
- Misstraue Versprechen von „sicheren hohen Renditen“, Krypto-Hype und Kursprognosen.
Einstieg
Vergleiche Broker nach Kosten und Angebot, nutze breit gestreute Welt-ETFs, setze einen Dauerauftrag-ähnlichen Sparplan auf und verkaufe nicht aus Angst bei Kurseinbrüchen. Unabhängige Infos: Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, Finanztip. Jede Anlage ist ein Risiko, auch Nichtstun.
Siehe auch: Inflation, Altersvorsorge, Kryptowährungen