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Altersvorsorge: Gesetzliche Rente, Betriebsrente und private Vorsorge

Kurz: Die Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente, betriebliche und private Vorsorge; wer früh beginnt, braucht monatlich weniger zu sparen.

Genauer: Die gesetzliche Rente allein wird für viele nicht reichen, weil das Rentenniveau sinkt und die Bevölkerung altert. Daher setzt man auf mehrere Säulen. Auch mit kleinem Betrag lohnt der frühe Start dank Zinseszins. Beträge und Regeln ändern sich; prüfe den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.

Im Detail

1. Säule: Gesetzliche Rente

Sie wird im Umlageverfahren finanziert: Heutige Beiträge zahlen heutige Renten. Erwerbstätige zahlen etwa 18,6 % vom Brutto (hälftig mit dem Arbeitgeber). Rentenpunkte entstehen je nach Verdienst; eine Rentenauskunft gibt die Deutsche Rentenversicherung. Für die Regelaltersrente braucht man mindestens 5 Jahre Beitragszeit; die Altersgrenze steigt auf 67 Jahre. Auch Ausbildungszeiten zählen.

2. Säule: Betriebliche Altersversorgung

Der Arbeitgeber bietet Direktversicherung, Pensionskasse oder Ähnliches an. Entgeltumwandlung spart Steuern und Sozialabgaben, und der Arbeitgeber muss in der Regel einen Zuschuss von 15 % geben. Beachte Übertragbarkeit beim Jobwechsel und Besteuerung der Auszahlung.

3. Säule: Private Vorsorge

Sparpläne, ETF-Sparpläne, private Rentenversicherung, Riester und Rürup (Basisrente) mit staatlicher Förderung bzw. Steuervorteilen. Wichtig sind Kosten, Flexibilität und realistische Renditeannahmen. Verträge mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten sind oft schlecht.

Wie man anfängt

Verschaffe dir Überblick (Rentenauskunft), lege eine Notgroschen-Reserve von mehreren Monatsausgaben an, dann wähle einen einfachen, günstigen Weg, etwa einen breit gestreuten Fonds-/ETF-Sparplan, und erhöhe die Rate bei Gehaltssteigerungen. Lass dich unabhängig beraten (Verbraucherzentrale, Honorarberater) statt von Vertretern mit Provision. Altersvorsorge ist Marathon, nicht Sprint.

Siehe auch: Sozialversicherung, Inflation