Enkeltrick und Schockanrufe: Betrug am Telefon erkennen
Kurz: Beim Enkeltrick und bei Schockanrufen geben sich Betrüger als Verwandte, Polizei oder andere Amtspersonen aus, um vor allem älteren Menschen Geld oder Wertsachen abzunehmen. Wer die typischen Muster kennt, kann sich und Angehörige besser schützen.
Genauer: Die Täter erzeugen Zeitdruck und starke Gefühle wie Angst oder Mitleid, damit die Angerufenen nicht nachdenken oder nachfragen. Die Maschen ändern sich ständig, das Grundprinzip bleibt aber gleich.
Im Detail
- Der klassische Enkeltrick: Jemand ruft an, lässt sich mit einem Namen ansprechen, etwa „Rate mal, wer hier ist“, und bittet als angeblicher Enkel oder Neffe dringend um Geld.
- Schockanruf: Angeblich hatte ein Familienmitglied einen schweren Unfall oder soll in Haft, und nur eine sofortige Zahlung, oft als „Kaution“, könne helfen.
- Falsche Polizei: Anrufer behaupten, Polizei oder Staatsanwaltschaft zu sein, warnen vor Einbrechern und wollen Bargeld oder Schmuck „sicher verwahren“; die echte Polizei holt niemals Geld oder Wertsachen ab und verlangt sie auch nicht am Telefon.
- Neue Nummer per Messenger: Eine Nachricht wie „Hallo Mama, das ist meine neue Nummer“ gehört zu einer verwandten Masche, die nach kurzer Zeit eine dringende Überweisung verlangt.
- Angezeigte Nummer: Die im Display angezeigte Rufnummer kann gefälscht sein; selbst die 110 im Display ist kein Beweis für einen echten Polizeianruf.
- Richtig reagieren: Legen Sie auf, wenn jemand Geld fordert, und rufen Sie die betreffende Person selbst unter der Ihnen bekannten Nummer zurück oder wählen Sie die 110 selbst.
- Nichts übergeben: Geben Sie kein Geld, keine Bankkarten, PINs oder Wertsachen an unbekannte Boten weiter und überweisen Sie nichts unter Druck.
- Darüber sprechen: Reden Sie mit älteren Angehörigen offen über diese Maschen und vereinbaren Sie, bei Geldfragen immer erst Rücksprache mit vertrauten Personen zu halten.
- Anzeige erstatten: Melden Sie verdächtige Anrufe der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist; ist Geld überwiesen worden, informieren Sie zusätzlich sofort Ihre Bank (phishing-und-betrugsmaschen-erkennen, betrugsmaschen-beim-verkaufen-im-netz-erkennen-und-abwehren).