EMZETT.
Login

Nutzwertanalyse

Kurz: Die Nutzwertanalyse bewertet Alternativen anhand mehrerer gewichteter Kriterien und liefert einen Gesamtpunktwert je Alternative. Sie hilft, auch nicht in Geld messbare Eigenschaften zu vergleichen.

Genauer: Man legt Kriterien fest (z. B. Preis, Leistung, Support), gewichtet sie (Summe 100 %), vergibt je Alternative Punkte (z. B. 1 bis 5) und multipliziert Punkte mit Gewichtung. Die Summe ist der Nutzwert. Die Alternative mit dem höchsten Nutzwert gewinnt.

Im Detail

Beispiel: Zwei Laptops. Preis (40 %), Leistung (35 %), Akku (25 %).

  • Gerät A: Preis 5, Leistung 3, Akku 4 → 0,4·5 + 0,35·3 + 0,25·4 = 2,0 + 1,05 + 1,0 = 4,05
  • Gerät B: Preis 3, Leistung 5, Akku 3 → 1,2 + 1,75 + 0,75 = 3,70

Gerät A gewinnt.

  • K.-o.-Kriterien: Muss-Anforderungen, die eine Alternative sofort ausschließen.
  • Schwäche: Gewichtung und Punkte sind subjektiv. Begründen und im Team abstimmen.
  • Sensitivität: Prüfen, ob eine kleine Änderung der Gewichte das Ergebnis dreht.
  • In der Prüfung: Tabelle sauber aufstellen, rechnen, Ergebnis begründen.

Siehe auch: Amortisationsrechnung und TCO, Make-or-Buy-Entscheidung