EMZETT.
Login

Dateitypen

Kurz: Kategorien von Dateien, die festlegen, wie ihr Inhalt strukturiert ist und welche Programme sie öffnen können — z. B. Text, Bild, Video oder Archiv.

Genauer: Der Dateityp wird meist über die Dateiendung (.txt, .jpg, .zip) signalisiert, verlässlich lässt er sich aber nur über den tatsächlichen Byte-Inhalt (Magic Numbers/Signatur am Dateianfang) bestimmen — eine umbenannte Datei behält ihren echten Typ, auch wenn die Endung etwas anderes suggeriert.

Im Detail

Ein einfaches Beispiel für den Unterschied zwischen Dateiendung und echtem Typ: Ein PNG-Bild beginnt intern immer mit denselben acht Bytes (89 50 4E 47 0D 0A 1A 0A) — egal wie die Datei heißt. Benennt man bild.png in bild.txt um, bleibt der Inhalt ein gültiges PNG, nur Programme, die sich blind auf die Endung verlassen, würden es fälschlich als Textdatei behandeln.

Grobe Kategorien von Dateitypen:

  • Textbasiert: menschenlesbar im Klartext, z. B. .txt, .md, .csv, JSON, XML.
  • Binär: nur mit passendem Programm sinnvoll interpretierbar, z. B. Bilder (.png, .jpg), Videos, kompilierte Programme.
  • Archive/Container: bündeln oder komprimieren mehrere Dateien in einer, z. B. ZIP, .tar.
  • Strukturierte Office-Formate: intern oft selbst ein ZIP-Archiv aus XML-Dateien, z. B. .docx, .xlsx.

Viele Sicherheitsprobleme entstehen genau an dieser Stelle: Eine hochgeladene Datei mit .jpg-Endung, deren tatsächlicher Inhalt ausführbarer Code ist, kann ein Server, der nur die Endung prüft, fälschlich als harmlos einstufen — deshalb prüfen robuste Upload-Systeme zusätzlich die echte Signatur am Dateianfang.

Siehe auch: Dateien