CNAME
Kurz: Ein DNS-Eintragstyp, der einen Namen als Alias auf einen anderen Domainnamen verweist, statt direkt auf eine IP-Adresse.
Genauer: Zum Beispiel kann wiki.emzett-digital.com per CNAME auf emzett-digital.com zeigen — die eigentliche IP-Auflösung erfolgt dann über den Zieleintrag. Ein CNAME darf laut Standard nicht neben anderen Eintragstypen (z. B. MX) für denselben Namen existieren, das ist eine häufige Fehlerquelle bei der DNS-Konfiguration.
Im Detail
wiki.emzett-digital.com. 3600 IN CNAME emzett-digital.com.
Ein CNAME wird beim Auflösen immer bis zum Ende “durchverfolgt” (Chain), bis ein Eintrag ohne weiteren CNAME übrig bleibt — meist ein A-Eintrag oder AAAA-Eintrag. Lange CNAME-Ketten (CNAME zeigt auf CNAME zeigt auf CNAME …) sind zwar erlaubt, verlangsamen aber jede Auflösung um einen zusätzlichen Lookup pro Glied und sind eine häufige, schwer zu findende Ursache für langsame Ladezeiten.
Der wichtigste Praxis-Fallstrick: Ein CNAME darf laut RFC 1034 nicht neben einem anderen Eintragstyp für denselben Namen existieren — man kann also nicht gleichzeitig einen CNAME und z. B. einen MX-Eintrag für wiki.emzett-digital.com setzen. Genau das führt beim Einrichten von E-Mail auf einer per CNAME verwalteten Subdomain regelmäßig zu Konfigurationsfehlern. Für die Root-Domain selbst (emzett-digital.com ohne Subdomain) ist ein CNAME technisch sogar komplett verboten — dort helfen nur Anbieter-spezifische Alternativen wie “ALIAS”- oder “ANAME”-Einträge.
Siehe auch: DNS-Einträge, Subdomain, A-Eintrag