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Wasserkühlung: AIO und Custom-Loop

Kurz: Eine Flüssigkeitskühlung transportiert die Wärme von Prozessor oder Grafikkarte über Schläuche zu einem Radiator, wo Lüfter sie an die Luft abgeben.

Genauer: Flüssigkeit nimmt Wärme besser auf als Luft. Eine Pumpe bewegt Kühlmittel durch einen Kühlblock auf dem Prozessor, danach zu einem Radiator, der die Wärme über Lamellen und Lüfter abgibt. Das ist bei starken Prozessoren effizient und kann leiser sein als große Luftkühler.

Im Detail

AIO (All-in-One)

Eine geschlossene, vormontierte Kompaktwasserkühlung: Pumpe und Kühlblock, Schläuche und Radiator (120, 240, 280, 360 mm) sind ab Werk befüllt und verschlossen. Einbau ähnlich wie ein Luftkühler, wartungsarm, aber nicht erweiterbar. Die Pumpe ist ein Verschleißteil, die Lebensdauer liegt meist bei fünf bis sieben Jahren. Der Radiator wird oben oder vorne montiert, Pumpe möglichst tiefer als der Radiator, damit sich keine Luft ansammelt.

Custom-Loop

Ein selbst zusammengestellter Kreislauf aus Kühlblöcken (CPU, GPU, Mainboard), Pumpe, Ausgleichsbehälter, Radiatoren, Rohren oder Schläuchen und Anschlüssen. Er ist sehr leistungsfähig, optisch beeindruckend und erweiterbar, aber teuer, aufwendiger und muss gewartet werden (Kühlmittel wechseln, Dichtheit prüfen). Es lohnt sich meist nur für Enthusiasten oder bei sehr leistungsstarker Hardware.

Vorteile und Nachteile gegenüber Luft

Vorteile: niedrigere Temperaturen bei hoher Last, Platz am Prozessor, Wärme wird gezielt aus dem Gehäuse geführt. Nachteile: höherer Preis, Pumpengeräusch, mehr Teile, die ausfallen können, und das (geringe) Risiko von Leckagen. Gute Luftkühler sind bei Mittelklasse-Prozessoren ähnlich leistungsfähig, sehr zuverlässig und lautlos beim Ausfall.

Hinweise

Mainboard und Gehäuse müssen den Radiator aufnehmen (Maße prüfen). Die Pumpe läuft idealerweise mit konstanter oder geregelter Drehzahl, die Lüfter nach Temperatur der Flüssigkeit. Verwende bei Custom-Loops geeignete Kühlflüssigkeiten und mische keine Metalle (Kupfer und Aluminium) wegen Korrosion. Prüfe Dichtheit bei neuen Loops vor dem Einschalten des Systems.

Siehe auch: Gehäuselüftung und Airflow, Kühlung und Wärmeleitpaste, Overclocking