Overclocking
Kurz: Beim Übertakten läuft ein Bauteil (Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher) mit höherem Takt als vom Hersteller vorgesehen. Das bringt mehr Leistung, aber auch mehr Wärme und Verbrauch.
Genauer: Der Gewinn ist heute oft klein (wenige Prozent), weil moderne Chips ihren Takt selbst anpassen (Boost). Übertakten kann die Lebensdauer verkürzen, die Garantie beeinträchtigen und das System instabil machen.
Im Detail
- Voraussetzungen: Übertaktbare CPU (z. B. Intel „K”, AMD Ryzen), passendes Mainboard, gute Kühlung, ausreichendes Netzteil.
- Vorgehen: Schrittweise den Takt erhöhen, mit Belastungstests (Prime95, Cinebench, OCCT) auf Fehler prüfen, Temperaturen beobachten.
- Spannung: Mehr Spannung hilft stabil zu bleiben, erzeugt aber viel Wärme.
- Arbeitsspeicher: XMP/EXPO-Profile laden Hersteller-Takte. Das ist technisch ebenfalls Übertakten.
- Gegenstück: Undervolting spart Energie und Wärme bei kaum Verlust.
Siehe auch: TDP und Thermal Throttling, Kühlung und Wärmeleitpaste