Sync (Display-Sync)
Kurz: Die zeitliche Abstimmung zwischen der Bildausgaberate der Grafikkarte und der Bildwiederholrate des Monitors, damit Bilder ruckelfrei und ohne sichtbare Bildrisse (Tearing) dargestellt werden.
Genauer: Ohne Synchronisation kann es zu “Screen Tearing” kommen, wenn der Monitor mitten im Aufbau eines neuen Bildes bereits das nächste zeigt. Technologien wie V-Sync, G-Sync oder FreeSync gleichen Grafikkarten- und Monitor-Timing auf unterschiedliche Weise an.
Im Detail
Ohne Synchronisation arbeiten Grafikkarte und Monitor komplett unabhängig voneinander: Die Grafikkarte rendert Bilder so schnell sie kann, der Monitor aktualisiert sich dagegen in einem festen Zeittakt (seiner Bildwiederholrate). Trifft ein neues, fertig gerendertes Bild mitten im Aktualisierungsvorgang des Monitors ein, zeigt der obere Bildbereich noch das alte Bild, während der untere Bereich schon das neue zeigt — sichtbar als horizontaler “Bruch” im Bild (Screen Tearing), besonders störend bei schnellen Kamerabewegungen in Spielen.
Ältere Lösungen wie V-Sync verhindern Tearing, indem sie die Grafikkarte zwingen, neue Bilder nur exakt im Takt des Monitors auszugeben — das beseitigt Tearing zuverlässig, kann aber zu spürbarer Eingabeverzögerung (Input Lag) führen, wenn die Grafikkarte schneller rendern könnte, als der Monitor erlaubt. Modernere, adaptive Ansätze wie G-Sync (proprietär) oder FreeSync/Adaptive Sync (herstellerübergreifender Standard) drehen das Prinzip um: Statt die Grafikkarte an einen festen Monitor-Takt zu binden, passt der Monitor seine Bildwiederholrate dynamisch an die tatsächlich gelieferte Bildrate der Grafikkarte an — Tearing wird vermieden, ohne den Nachteil der zusätzlichen Verzögerung von klassischem V-Sync.
Variable Refresh Rate Range
Adaptive-Sync-Technologien funktionieren nur innerhalb eines bestimmten Frequenzbereichs (z. B. 48-144 Hz) — fällt die tatsächliche Bildrate der Grafikkarte unter diesen Bereich (etwa bei einem besonders anspruchsvollen Spiel-Abschnitt), greift die Synchronisation nicht mehr zuverlässig, und es können wieder Bildfehler auftreten. Manche Monitore lösen das über “Low Framerate Compensation” (LFC), das einzelne Bilder bei Bedarf dupliziert, um künstlich innerhalb des unterstützten Bereichs zu bleiben.
G-Sync Compatible als Brücke
Ursprünglich erforderte echtes G-Sync einen zusätzlichen, proprietären Hardware-Chip im Monitor selbst, was diese Monitore spürbar teurer machte als FreeSync-Modelle. Mit “G-Sync Compatible” führte der Grafikkartenhersteller später eine Zertifizierung ein, die es erlaubt, viele bereits vorhandene FreeSync-Monitore (ohne den proprietären Zusatzchip) trotzdem mit den eigenen Grafikkarten zu nutzen — ein Beispiel dafür, wie sich ein anfangs geschlossener Standard schrittweise dem offeneren Konkurrenzstandard annähern kann.
Siehe auch: V-Sync, Monitor, Grafikkarten