Maus: Sensor, DPI und Abtastrate
Kurz: Eine optische Maus filmt die Oberfläche und berechnet daraus die Bewegung; DPI sagt, wie weit der Zeiger pro Zentimeter Bewegung wandert.
Genauer: Moderne Mäuse haben einen kleinen Kamerasensor, der tausendfach pro Sekunde Bilder der Oberfläche aufnimmt und Verschiebungen berechnet. Daten über Kabel oder Funk gehen an den Computer. Einige Werte auf der Verpackung sind wichtiger als andere.
Im Detail
Sensorarten
Optische Sensoren nutzen eine LED oder einen Infrarot-Laser. Heute dominieren optische Sensoren mit hoher Genauigkeit, Lasersensoren funktionieren auch auf Glas, können aber „kratzen“ (unsaubere Bewegungen). Auf Glasflächen oder sehr glatten Untergründen helfen Spezialsensoren.
DPI (CPI)
DPI (dots per inch) gibt an, wie viele Zählschritte der Sensor pro Zoll Bewegung meldet. Bei 800 DPI sendet die Maus 800 Schritte pro 2,54 cm. Mehr DPI bedeutet schnelleren Zeiger bei derselben Handbewegung. Zahlen wie „25.000 DPI“ sind Marketing: Für den Alltag genügen 800 bis 1600, für hochauflösende Monitore auch mehr. Wichtig ist die Einstellbarkeit und dass Zeigerbeschleunigung im Betriebssystem ausgeschaltet werden kann.
Abtastrate (Polling Rate)
Sie gibt an, wie oft die Maus ihre Position an den Computer sendet. Standard ist 125 Hz (alle 8 ms), Spielemäuse erreichen 1000 Hz (1 ms) oder mehr (4000 oder 8000 Hz). Höhere Raten wirken flüssiger, brauchen mehr Prozessorzeit und bei Funkmäusen mehr Akku.
Weitere Merkmale
- Verbindung: Kabel (keine Verzögerung, kein Akku), 2,4-GHz-Funk mit USB-Empfänger (geringe Latenz) oder Bluetooth (bequem, etwas träger).
- Gewicht und Form (Rechts-/Linkshänder, Handgröße, Griffart).
- Tasten: Seitentasten, Scrollrad mit Neigen oder freiem Lauf.
- Akku oder Batterie.
- Software für Tastenbelegung und Makros. Im Alltag zählt Ergonomie mehr als Spitzenwerte.
Siehe auch: Maus, Mit der Maus arbeiten, Bluetooth verbinden