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Maus

Nahaufnahme einer kabellosen Computermaus Foto: Oscar Ivan Esquivel Arteaga auf Unsplash

Kurz: Ein Zeigegerät, mit dem sich ein Cursor auf dem Bildschirm steuern lässt — heute meist optisch (per Lichtsensor) und kabellos oder per USB angeschlossen.

Genauer: Kenngrößen einer Maus sind u. a. die DPI (Punkte pro Zoll, Empfindlichkeit) und bei Gaming-Mäusen die Abfragerate (Polling-Rate), die bestimmt, wie oft pro Sekunde die Position an den PC gemeldet wird.

Im Detail

Optische Mäuse arbeiten mit einem kleinen Lichtsensor an der Unterseite, der mehrere tausend Mal pro Sekunde ein Bild der Oberfläche darunter aufnimmt und aus den Verschiebungen zwischen aufeinanderfolgenden Bildern die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit berechnet — ähnlich wie eine winzige, extrem schnelle Kamera. Ältere mechanische Mäuse nutzten dafür stattdessen eine rollende Kugel mit mechanischen Sensoren, was deutlich anfälliger für Verschmutzung und Verschleiß war.

Die DPI-Angabe (Dots per Inch) beschreibt, wie viele Sensorpunkte pro Zoll physischer Mausbewegung erfasst werden — eine höhere DPI-Zahl bedeutet, dass dieselbe physische Handbewegung eine größere Bewegung des Cursors auf dem Bildschirm erzeugt (höhere Empfindlichkeit). Die Polling-Rate (Abfragerate, in Hz) gibt dagegen an, wie oft pro Sekunde die aktuelle Position überhaupt an den Computer gemeldet wird — eine höhere Polling-Rate reduziert die wahrgenommene Verzögerung zwischen physischer Bewegung und Cursor-Reaktion, was besonders bei schnellen Spielen spürbar ist. Kabellose Mäuse übertragen ihre Daten entweder per Bluetooth oder über einen proprietären Funkempfänger, wobei letzterer meist eine geringere Latenz als Bluetooth bietet.

Ergonomie und Bauformen

Neben der reinen Sensorik unterscheiden sich Mäuse stark in Form und Griffart: symmetrische Mäuse (für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet) gegenüber ergonomisch geformten Modellen (meist nur für Rechtshänder, an die natürliche Handhaltung angepasst), sowie Gewicht und Größe für unterschiedliche Grifftechniken (Palm-, Claw- oder Fingertip-Grip). Bei langer täglicher Nutzung kann die richtige Passform Belastungen von Handgelenk und Fingern spürbar reduzieren.

Zusatztasten und Software-Anpassung

Viele Mäuse, besonders im Gaming- und Produktivitätsbereich, bieten zusätzliche programmierbare Tasten neben den Standard-Klicktasten und dem Scrollrad — über Hersteller-Software lassen sich diesen Tasten beliebige Funktionen zuweisen (Tastenkombinationen, DPI-Umschaltung per Knopfdruck, Makros). Manche Mäuse speichern diese Profile direkt im internen Speicher der Maus selbst, sodass sie geräteübergreifend ohne erneute Konfiguration funktionieren.

Siehe auch: Tastatur, USB, Bluetooth