Mainboard-Formfaktoren: ATX, Micro-ATX und Mini-ITX
Kurz: Der Formfaktor legt Größe und Befestigungspunkte eines Mainboards fest und bestimmt, in welches Gehäuse es passt und wie viele Steckplätze es bietet.
Genauer: Mainboards gibt es in standardisierten Größen. Kauft man Gehäuse, Mainboard und Netzteil passend zueinander, lassen sich Teile verschiedener Hersteller kombinieren. Die Größe beeinflusst Erweiterbarkeit, Kühlung und Preis.
Im Detail
Die gängigen Formate
| Format | Größe (ca.) | Typische Steckplätze |
|---|---|---|
| E-ATX | 305 × 330 mm | viele, für Workstations |
| ATX | 305 × 244 mm | meist 4 RAM, 5–7 Erweiterungsslots |
| Micro-ATX (mATX) | 244 × 244 mm | meist 4 RAM, bis 4 Slots |
| Mini-ITX | 170 × 170 mm | meist 2 RAM, 1 Slot (PCIe x16) |
| Mini-ITX ist sehr kompakt, oft mit nur zwei RAM-Plätzen und einem Grafikkarten-Slot; dafür bietet es ein kleines Gehäuse. |
Kompatibilität
Ein größeres Gehäuse nimmt kleinere Boards auf (ATX-Gehäuse nehmen auch mATX und Mini-ITX), umgekehrt nicht. Die Befestigungslöcher (Abstandshalter) müssen zum Format passen. Das Netzteil hat ein eigenes Format (ATX, SFX für kleine Gehäuse). Prüfe außerdem Höhe von CPU-Kühler und Länge der Grafikkarte im Gehäuse.
Auswahlkriterien
Wie viele Steckplätze und Anschlüsse brauchst du? M.2-Slots für SSDs, SATA-Ports, USB-Anschlüsse, WLAN und Netzwerkkarte, Anzahl der RAM-Plätze. Kleinere Boards haben weniger davon und sind oft teurer pro Funktion. Ein ATX-Board bietet beste Erweiterbarkeit und leichter Kühlung durch mehr Platz; Mini-ITX passt in Wohnzimmer-PCs und LAN-Party-Rechner.
Weitere Formate
Gab es früher: BTX (Intel, nicht durchgesetzt). Für Server und Industrie gibt es eigene Formate (SSI-EEB, mini-DTX). Laptops und Mini-PCs nutzen oft eigene, fest verbaute Platinen. Nach der Wahl von Prozessor und Sockel (zum Beispiel AM5, LGA1700) bestimmt der Chipsatz (B650, Z790 …) die Ausstattung, der Formfaktor die Größe.
Siehe auch: Zusammenspiel von CPU, Arbeitsspeicher und Mainboard, Netzteil und 80 Plus, PCIe