KVM-Switch und Thin Client: Ein Arbeitsplatz, mehrere Rechner
Kurz: Ein KVM-Switch lässt zwei oder mehr Computer mit einer Tastatur, Maus und einem Monitor bedienen; ein Thin Client ist ein schlanker Rechner, der Programme von einem Server nutzt.
Genauer: Wer zwei Rechner betreibt (Privat- und Firmenlaptop, PC und Server), braucht nicht doppelt Tastatur und Bildschirm. Zwei Wege: Umschalten per Hardware (KVM) oder die Arbeit auf dem zentralen Server (Thin Client).
Im Detail
KVM-Switch
KVM steht für Keyboard, Video, Mouse. Eine Box mit mehreren Eingängen für Rechner und Ausgängen für Monitor, Tastatur und Maus. Ein Tastendruck oder Hotkey schaltet um. Modelle gibt es für HDMI, DisplayPort oder USB-C, mit USB-Hub (damit auch Drucker und Webcam mitumschalten) und teils mit EDID-Emulation, damit Fenster beim Umschalten ihre Position behalten. Wichtig ist, dass der Switch die Auflösung und Bildwiederholrate des Monitors unterstützt (zum Beispiel 4K bei 60 Hz).
Alternativen
- Monitor mit mehreren Eingängen und eigenem USB-Hub: Viele moderne Monitore schalten Bild und USB gemeinsam.
- Software-KVM wie Synergy, Barrier oder Input Leap teilt Tastatur und Maus über das Netzwerk, die Bildschirme bleiben getrennt.
- Remote-Zugriff (RDP, VNC, AnyDesk) bedient einen anderen Rechner über das Netz.
Thin Client
Ein kleiner, stromsparender Rechner ohne viel Rechenleistung, der sich mit einem Server verbindet (Remote Desktop, virtuelle Desktops à la Citrix oder VMware Horizon, Cloud-PC). Die Programme laufen auf dem Server, auf dem Thin Client erscheinen nur Bildschirminhalte, Tastatur und Maus. Vorteile: zentrale Verwaltung und Sicherheit, geringe Hardwarekosten, leise und sparsam. Nachteile: Abhängigkeit von Netz und Server, weniger geeignet für Rechenaufwendiges wie Videoschnitt.
Auswahl und Tipps
Prüfe Anschlussart, Anzahl der Rechner, Auflösung, Latenz und ob Hotkeys oder Tasten am Gerät genutzt werden sollen. Billige Switches haben manchmal Bildprobleme oder verlieren Tastatur-Funktionen. Sicherheit: In Firmenumgebungen schalten spezielle KVM-Switches mit Isolation zwischen Netzen, damit nichts von einem Rechner zum anderen gelangt.
Siehe auch: Dockingstations, DisplayPort, USB-C