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DP (DisplayPort)

Ein DisplayPort-Kabel mit goldenem Stecker Foto: Barry A auf Unsplash

Kurz: Ein digitaler Anschlussstandard für Bild (und optional Ton), der vor allem bei PC-Monitoren verbreitet ist und HDMI in vielen Punkten technisch ähnelt.

Genauer: DisplayPort unterstützt oft höhere Bildwiederholraten bei hoher Auflösung als vergleichbare HDMI-Versionen und wird deshalb häufig für Gaming-Monitore bevorzugt. Über “Multi-Stream Transport” können zudem mehrere Monitore an einem einzigen DisplayPort-Ausgang in Reihe betrieben werden.

Im Detail

Herkunft: lizenzfreie Alternative zu HDMI

DisplayPort wurde von einem Herstellerkonsortium (VESA — Video Electronics Standards Association) als lizenzfreie Alternative zu HDMI entwickelt, das ursprünglich stärker auf den Unterhaltungselektronik-Markt (Fernseher, Blu-ray-Player) ausgerichtet war und Lizenzgebühren pro verbautem Anschluss verlangt. Dadurch hat sich DisplayPort vor allem im PC- und Monitor-Umfeld durchgesetzt, während HDMI bei TV-Geräten und Konsolen dominiert — technisch übertragen beide Standards heute ähnlich hohe Auflösungen und Bildwiederholraten, mit leicht unterschiedlichem zeitlichem Vorsprung je nach aktueller Standard-Version (DisplayPort führt bei maximaler Bandbreite meist knapp).

Multi-Stream Transport (MST)

Eine Besonderheit von DisplayPort ist “Multi-Stream Transport” (MST): Ein einzelner DisplayPort-Ausgang der Grafikkarte kann darüber mehrere Monitore gleichzeitig ansteuern, die entweder direkt in Reihe (Daisy-Chain, wenn die Monitore einen DisplayPort-Ausgang zum Durchschleifen besitzen) oder über einen externen MST-Hub verbunden werden — dabei teilen sich alle angeschlossenen Monitore die verfügbare Bandbreite des einen Ausgangs, was bei mehreren hochauflösenden Monitoren mit hoher Bildwiederholrate zum limitierenden Faktor werden kann.

DisplayPort über USB-C

Über den “DisplayPort Alt Mode” lässt sich das DisplayPort-Signal zudem über einen USB-C-Anschluss übertragen, was bei modernen Laptops den externen Monitorbetrieb über ein einziges USB-C-Kabel ermöglicht (oft kombiniert mit Stromversorgung über USB Power Delivery und normaler Datenübertragung über denselben Stecker). Das ist der Grund, warum ein einziges USB-C-Kabel zwischen Laptop und Dockingstation gleichzeitig Bild, Daten und Ladestrom übertragen kann.

Versionsgeschichte und Bandbreite

Wie bei HDMI gibt es auch bei DisplayPort mehrere Versionsgenerationen mit steigender Bandbreite: DisplayPort 1.4 unterstützt z. B. 4K bei 120 Hz oder 8K bei niedrigerer Bildrate (mit Kompression), DisplayPort 2.0/2.1 erhöht die maximale Bandbreite nochmals deutlich und ist auf zukünftige, noch höhere Auflösungen und Bildwiederholraten ausgelegt. Wie bei allen digitalen Videostandards gilt: Kabel, Grafikkarte und Monitor müssen alle dieselbe Version unterstützen, damit das volle Potenzial tatsächlich nutzbar ist.

Display Stream Compression (DSC)

Um sehr hohe Auflösungen und Bildwiederholraten (z. B. 8K bei 60 Hz oder 4K bei 240 Hz) auch mit begrenzter Kabelbandbreite zu übertragen, nutzen neuere DisplayPort-Versionen “Display Stream Compression” (DSC) — eine visuell nahezu verlustfreie, aber echte Kompression des Bildsignals direkt in Echtzeit. Anders als bei Videodateien ist DSC bewusst so ausgelegt, dass Kompressionsartefakte für das menschliche Auge praktisch nicht wahrnehmbar sind, wodurch sich deutlich höhere effektive Datenraten über dieselbe physische Kabelbandbreite realisieren lassen, als unkomprimiert möglich wäre.

Adaptive Sync über DisplayPort

DisplayPort war der erste weit verbreitete Standard, der eine offene, herstellerunabhängige Version von adaptiver Synchronisation (VESA Adaptive-Sync) im Standard selbst verankerte — die technische Basis, auf der AMDs FreeSync aufbaut. Nvidias G-Sync nutzte lange eine proprietäre Zusatzhardware im Monitor, unterstützt inzwischen aber ebenfalls den offenen Adaptive-Sync-Standard über DisplayPort, wodurch die früher strikte Trennung zwischen FreeSync- und G-Sync-Monitoren in der Praxis deutlich durchlässiger geworden ist.

Siehe auch: HDMI, Monitor, USB-C, Grafikkarten