SYN-Flood
Kurz: Bei einer SYN-Flood schickt ein Angreifer sehr viele Verbindungsanfragen (SYN), ohne den Handschlag je abzuschließen, bis der Server keine neuen Verbindungen mehr annehmen kann.
Genauer: Sie nutzt den Dreiwege-Handschlag von TCP aus. Für jedes SYN reserviert der Server Speicher für eine halboffene Verbindung und wartet vergeblich auf das letzte ACK.
Im Detail
- Wirkung: Die Warteschlange halboffener Verbindungen läuft voll. Echte Nutzer bekommen keine Verbindung mehr. Es ist ein Fall von DDoS.
- Gefälschte Absender: Oft sind die Quelladressen erfunden, sodass die Antworten ins Leere gehen.
- SYN-Cookies: Der Server speichert zunächst nichts, sondern kodiert den Zustand in die Folgenummer der Antwort. Erst ein gültiges ACK legt eine Verbindung an. Standard in Linux (
net.ipv4.tcp_syncookies=1). - Weitere Mittel: Größere Warteschlangen, kürzere Zeitlimits, Ratenbegrenzung an Firewall und Router, Filter am Netzwerkrand, DDoS-Schutzdienste.
- Erkennen: Viele Verbindungen im Zustand
SYN_RECV(ss -tan state syn-recv).
Siehe auch: Man-in-the-Middle und DDoS