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WLAN-Kanäle und Frequenzbänder: Warum das WLAN langsam ist

Kurz: WLAN funkt auf 2,4, 5 oder 6 GHz in Kanälen; überfüllte Kanäle, Wände und viele Nachbarnetze bremsen es, und die richtige Wahl von Band und Kanal bringt oft viel.

Genauer: Alle Geräte teilen sich die Luft. Je mehr Netze auf demselben Kanal funken, desto mehr müssen sie abwechselnd senden, und die Geschwindigkeit sinkt. Router wählen Kanäle oft automatisch, aber nicht immer gut.

Im Detail

Die Frequenzbänder

  • 2,4 GHz: große Reichweite, durchdringt Wände gut, aber langsam und überlaufen (Nachbarn, Bluetooth, Mikrowelle, Babyphones). Nur 3 überlappungsfreie Kanäle in Europa (1, 6, 11 bzw. 1, 5, 9, 13).
  • 5 GHz: schneller, viele Kanäle, weniger Störungen, aber kürzere Reichweite und schwächer durch Wände.
  • 6 GHz (Wi-Fi 6E/7): sehr viel freies Spektrum, höchste Geschwindigkeit, aber noch kürzere Reichweite; nur neuere Geräte. Die Kanalbreite (20/40/80/160 MHz) bestimmt die Spitzenrate: breiter ist schneller, aber störanfälliger.

Standards

Wi-Fi 4 (802.11n), Wi-Fi 5 (ac), Wi-Fi 6 (ax), Wi-Fi 6E, Wi-Fi 7 (be). Neuere Standards verteilen die Luft effizienter (OFDMA, MU-MIMO) und sind besonders bei vielen Geräten besser. Der Router und das Gerät müssen den Standard beide beherrschen; die Geschwindigkeit richtet sich nach dem schwächeren.

Optimieren

  1. Mit einer WLAN-Analyse-App (WiFi Analyzer, NetSpot, Fritz!Box-Funkkanal-Übersicht) sehen, welche Kanäle belegt sind.
  2. Im Router einen freien Kanal wählen oder die Automatik nutzen, 5-GHz-Band für Notebooks, Handys, Fernseher aktivieren.
  3. Standort: Router erhöht und zentral, nicht im Schrank, nicht hinter Metall oder Aquarium.
  4. Mesh-System oder zusätzliche Access Points (per Kabel verbunden) statt vieler Repeater.
  5. Feste Geräte (PC, Konsole, TV) per LAN-Kabel.
  6. Firmware aktualisieren, nicht benutzte Funkstandards (alte b/g) abschalten.

Sicherheit nicht vergessen

Nutze WPA3 (oder mindestens WPA2-AES) mit langem Passwort, abgeschaltetes WPS, aktuelle Router-Firmware, ein Gäste-WLAN für Besucher und IoT. Ein offenes WLAN erlaubt Mitlesen und kann dich für Missbrauch haftbar machen. Sendeleistung zu erhöhen löst Reichweitenprobleme selten, da Geräte nicht lauter zurücksenden können.

Siehe auch: WLAN-Sicherheit, WLAN-Repeater, Powerline, Speedtest richtig lesen