VXLAN und Overlay-Netzwerke
Kurz: Ein Overlay-Netzwerk legt ein virtuelles Netz über ein bestehendes. VXLAN verpackt dazu Ethernet-Rahmen in UDP-Pakete und verbindet so Rechner in getrennten Netzen, als stünden sie am selben Switch.
Genauer: In Rechenzentren und Clouds brauchen virtuelle Maschinen und Container eigene, isolierte Netze, und sie ziehen zwischen Hosts um. Klassische VLANs (4094 Kennungen) reichen dafür nicht.
Im Detail
- Kapselung: Der ursprüngliche Rahmen wird mit einem VXLAN-Kopf (24-Bit-Netzkennung, über 16 Millionen) in ein UDP-Paket (Port 4789) gesteckt und über das normale IP-Netz („Underlay”) geschickt.
- VTEP: Die Endpunkte, die ein- und auspacken, sitzen in Hypervisoren oder Switchen.
- Vorteile: Netze über Routergrenzen strecken, VMs ohne IP-Änderung verschieben, Mandanten sauber trennen.
- Kosten: Zusätzlicher Kopf (etwa 50 Byte) verringert die nutzbare Paketgröße. Die MTU muss angepasst werden.
- Verwandt: GRE, Geneve und WireGuard-Tunnel. Kubernetes-Netz-Plugins (Flannel, Calico) nutzen oft VXLAN.
- Alternative: Reines Routing ohne Kapselung (BGP), siehe BGP.
Siehe auch: Tunnel