Subnetz
Kurz: Ein logisch abgegrenzter Teilbereich eines größeren Netzwerks, der eigene Adressbereiche nutzt, um Netzwerke zu strukturieren und Broadcast-Verkehr zu begrenzen.
Genauer: Subnetzwerke entstehen durch Aufteilen eines Adressraums mithilfe einer Subnetzmaske, die festlegt, welcher Teil einer IP-Adresse das Netzwerk und welcher das konkrete Gerät beschreibt. Sinnvoll z. B. um Abteilungen eines Unternehmens (VLAN) oder Standorte netzwerktechnisch zu trennen.
Im Detail
Subnetting löst ein reales historisches Problem: Der ursprüngliche IPv4-Adressraum wurde in feste Klassen (A, B, C) mit jeweils sehr großen oder sehr kleinen Netzgrößen aufgeteilt — ein Unternehmen mit 300 Geräten hätte entweder ein viel zu kleines Klasse-C-Netz (254 nutzbare Adressen) oder ein viel zu großes Klasse-B-Netz (65.534 Adressen, fast alle verschwendet) gebraucht. Subnetting erlaubt es, einen größeren Adressblock flexibel in genau passend große Teilnetze aufzuteilen, statt an starre Klassengrenzen gebunden zu sein.
Ein Beispiel: 192.168.1.0/24 beschreibt ein Netz mit 254 nutzbaren Host-Adressen. Teilt man es per Subnetting in vier /26-Subnetze auf (192.168.1.0/26, .64/26, .128/26, .192/26), entstehen vier separate Netzwerksegmente mit je 62 nutzbaren Adressen — z. B. eines pro Abteilung. Jedes Subnetz bildet dabei eine eigene Broadcast-Domäne: Broadcast-Verkehr aus einem Subnetz erreicht die anderen nicht automatisch, sondern nur über einen Router, der explizit zwischen den Subnetzen weiterleitet.
Siehe auch: Subnetzmaske, VLAN, Netzwerksegment